Was ist der Chupacabra?
Im März 1995 fanden Bauern in Puerto Rico tote Ziegen und Schafe mit Einstichwunden, die angeblich blutleer waren. Im Sommer beschrieb eine Zeugin aus Canóvanas ein aufrecht gehendes Wesen mit großen dunklen Augen und Stacheln auf dem Rücken. Bald hatte es einen Namen: Chupacabras, der Ziegensauger. Innerhalb weniger Monate kamen Berichte aus Mexiko, Chile, Brasilien und dem Süden der USA.
Zwei verschiedene Wesen
Der Chupacabra aus Puerto Rico ist ein Zweibeiner mit Stacheln. Der Chupacabra aus Texas und dem Südwesten der USA, der seit den 2000er Jahren gemeldet wird, ist dagegen ein haarloses, hundeartiges Tier. Untersuchungen solcher Kadaver ergaben meist Kojoten oder Hunde mit schwerer Räude.
Was die Forschung sagt
Der Skeptiker Benjamin Radford hat den Fall 2011 in Tracking the Chupacabra aufgearbeitet. Ihm fiel auf, dass die erste Beschreibung aus Puerto Rico stark dem Alien aus dem Film Species ähnelt, der kurz zuvor in die Kinos gekommen war. Die „blutleeren“ Tiere lassen sich durch normale Vorgänge nach dem Tod erklären, die Bisswunden durch Hunde.
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Literatur
- Benjamin Radford: Tracking the Chupacabra, University of New Mexico Press 2011.