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Folklore, Mythen und Sagen – und wer sie erzählt

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Tsuchinoko

Die Tsuchinoko ist eine dicke, kurze Schlange aus den Bergen Japans. Sie soll springen, sprechen und Alkohol lieben, und manche Gemeinden haben Belohnungen für ihren Fang ausgesetzt.

Was ist eine Tsuchinoko?

Die Tsuchinoko wird als Schlange beschrieben, deren Körper in der Mitte stark verdickt ist, sodass sie wie ein kurzer Hammerstiel aussieht. Sie soll sehr weit springen können, sich in den Schwanz beißen und wie ein Rad den Hang hinunterrollen. In manchen Erzählungen kann sie sprechen, lügen und trinkt gern Sake.

Herkunft

Verwandte Vorstellungen reichen in Japan weit zurück. Die Tsuchinoko wird oft mit dem nozuchi in Verbindung gebracht, einem Feld- und Berggeist, der schon in alten Schriften genannt wird. Bekannt wurde der heutige Name in den 1970er Jahren, als Zeitschriften, Mangas und Fernsehsendungen das Wesen bekannt machten. Mehrere Orte in Westjapan haben seitdem Belohnungen für eine lebend gefangene Tsuchinoko ausgesetzt und feiern eigene Feste.

Erklärungsversuche

Viele Sichtungen lassen sich mit Schlangen erklären, die gerade große Beute verschluckt haben, oder mit trächtigen Vipern. Auch entlaufene Blauzungenskinke aus Australien, die in Japan als Haustiere gehalten werden, sehen einer Tsuchinoko erstaunlich ähnlich.

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