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Bestie von Gévaudan

Zwischen 1764 und 1767 tötete ein unbekanntes Tier in der südfranzösischen Landschaft Gévaudan etwa hundert Menschen. Die Jagd darauf wurde zur Staatsangelegenheit unter Ludwig XV.

Was war die Bestie?

Ab dem Sommer 1764 griff in der abgelegenen Landschaft Gévaudan, im heutigen Département Lozère, ein Tier Menschen an, meist Frauen und Kinder, die das Vieh hüteten. Zeugen beschrieben es als wolfsähnlich, aber größer, mit rötlichem Fell, einem dunklen Streifen auf dem Rücken und einem langen Schwanz. Die Zahl der Opfer wird meist mit rund hundert Toten angegeben, die Angaben schwanken.

Die Jagd

Die Angriffe wurden zum Thema in ganz Frankreich und in der europäischen Presse. König Ludwig XV. schickte erst Dragoner, dann professionelle Wolfsjäger und schließlich seinen Leibjäger François Antoine. Dieser erlegte im September 1765 einen großen Wolf, der als die Bestie präsentiert wurde. Doch die Angriffe gingen weiter. Erst nachdem der Einheimische Jean Chastel im Juni 1767 ein weiteres großes Tier geschossen hatte, hörten sie auf.

Erklärungsversuche

Die meisten Historiker gehen von einem oder mehreren besonders großen Wölfen aus, vielleicht von Wolf-Hund-Mischlingen. Andere Theorien sprechen von einem entlaufenen exotischen Tier oder einem menschlichen Täter mit abgerichtetem Hund. Für die Menschen der Zeit lag auch der Gedanke an einen Werwolf nahe.

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