Was sind Feen?
Die Feen der Volksüberlieferung haben wenig mit den kleinen geflügelten Wesen aus Kinderbüchern zu tun. Auf den Britischen Inseln sind sie ein eigenes Volk, das in Hügeln lebt, Menschen mit Musik und Tanz in seine Welt lockt und dort Jahre wie Stunden vergehen lässt. Man vermied ihren Namen und sprach lieber vom „guten Volk“. Man ließ ihnen Milch stehen und nahm Eisen mit, wenn man nachts unterwegs war.
Wechselbälger
Eine der dunkelsten Vorstellungen ist der Wechselbalg. Feen sollen Säuglinge geraubt und durch eines ihrer eigenen Kinder ersetzt haben. Kranke oder anders entwickelte Kinder wurden so erklärt, mit teils grausamen Folgen.
Die Feen von Cottingley
1917 machten zwei Mädchen in Cottingley in Yorkshire, Elsie Wright und Frances Griffiths, Fotos, auf denen sie mit kleinen Feen zu sehen sind. Arthur Conan Doyle, der Schöpfer von Sherlock Holmes, hielt die Bilder für echt und veröffentlichte sie 1920 und 1922. Erst 1983 gaben die beiden Frauen zu, dass die Feen aus einem Buch ausgeschnittene Papierfiguren waren. Frances bestand allerdings bis zuletzt darauf, dass eines der Fotos echt sei.
Feen heute
Ganz verschwunden ist der Glaube nicht. Der Historiker Simon Young hat in den 2010er Jahren einen „Fairy Census“ durchgeführt und Hunderte moderne Berichte über Begegnungen mit Feen gesammelt.
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Literatur
- Arthur Conan Doyle: The Coming of the Fairies, 1922.
- Simon Young, Ceri Houlbrook (Hrsg.): Magical Folk. British and Irish Fairies, 2018.