Als Podcast hören
Über diese Folge
Das große Finale unserer vierteiligen Reihe über die echten Mythen hinter den Monstern aus „The Witcher“ führt uns weg von den slawischen Wäldern – in den Süden, nach Portugal, Spanien und Galicien. Dort wartet die Bruxa: im Spiel eine wunderschöne, tödliche Vampirin, im echten Volksglauben eine kindsmordende Nachthexe, die sich in einen Vogel verwandelt und durch jede Ritze kommt.Wir folgen ihrer Spur zurück bis ins alte Rom – zur strix bei Ovid – und schließen damit den Kreis zur Striga aus Teil 2: Denn Bruxa und Strzyga sind in Wahrheit dasselbe uralte Wesen. Wir besuchen die baskischen Hexenprozesse von Zugarramurdi, treffen den Inquisitor Salazar Frías, der die spanischen Hexenverbrennungen beendete – und fragen ein letztes Mal: Wer erzählt eine Geschichte, und warum?
📖 Weiterführende Quellen & Literatur:
• Andrzej Sapkowski: „Ein Körnchen Wahrheit“ (Ziarno prawdy, 1989; in „Der letzte Wunsch“)
• Oswald Crawfurd: Portugal, Old and New (1880) – Bruxa-Folklore Nordportugals
• José Leite de Vasconcelos: Tradições Populares de Portugal (1882 ff.)
• Ovid: Fasti, Buch 6 (um 8 n. Chr.) – die strix
• Daniel Ogden: The Strix-Witch (Cambridge University Press, 2021)
• Carmelo Lisón Tolosana: Brujería, estructura social y simbolismo en Galicia (1979)
• Julio Caro Baroja: Las brujas y su mundo (1961)
• Gustav Henningsen: The Witches‘ Advocate – Basque Witchcraft and the Spanish Inquisition (1980)
• Carlo Ginzburg: Die Benandanti (1966) & Hexensabbat / Ecstasies (1989)
• José Miguel de Barandiarán: Diccionario de mitología vasca
• Aurelio de Llano: Del folklore asturiano (1922) – die guaxa
Diese Folge berührt historische Hexenverfolgung, Kindstod und Gewalt an Frauen.
Passt gut auf euch auf.