Blanker Horror

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Bruxa

Die Bruxa ist die Nachthexe Portugals und Galiciens. Sie verwandelt sich in einen Vogel, schlüpft durch jede Ritze und bedroht vor allem kleine Kinder.

Was ist eine Bruxa?

Im Spiel The Witcher ist die Bruxa eine schöne und tödliche Vampirin. Im Volksglauben Nordportugals, Galiciens und Asturiens ist sie etwas anderes: eine Frau, die nachts ihre Gestalt wechselt, meist in einen Vogel oder eine Motte, und durch Ritzen und Schlüssellöcher in die Häuser kommt. Am meisten fürchtete man sie an der Wiege. Ungeklärte Todesfälle von Säuglingen wurden ihr zugeschrieben.

Eine alte Verwandtschaft

Der Name ist das portugiesische und galicische Wort für Hexe, spanisch bruja. Die Gestalt dahinter ist sehr alt. Der Althistoriker Daniel Ogden verfolgt die Linie zurück zur römischen strix, dem Nachtvogel, der bei Ovid Kinder in der Wiege angreift. Damit sind die Bruxa, die polnische Striga und der rumänische Strigoi Abkömmlinge derselben Vorstellung.

Quellen

Oswald Crawfurd beschrieb 1880 in Portugal, Old and New den Bruxa-Glauben im Norden Portugals. José Leite de Vasconcelos hat ab 1882 die portugiesischen Volksüberlieferungen gesammelt. Für Galicien ist Carmelo Lisón Tolosanas Studie von 1979 grundlegend.

Hexenglaube und Hexenverfolgung

Wo man an nächtliche Hexen glaubte, konnte der Verdacht jede Nachbarin treffen. Die Folge zur Bruxa führt deshalb auch zu den baskischen Hexenprozessen von Zugarramurdi und zum Inquisitor Alonso de Salazar Frías, der die Hexenverbrennungen in Spanien zum Stillstand brachte.

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Literatur

  • Oswald Crawfurd: Portugal, Old and New, 1880.
  • José Leite de Vasconcelos: Tradições Populares de Portugal, 1882.
  • Carmelo Lisón Tolosana: Brujería, estructura social y simbolismo en Galicia, 1979.
  • Daniel Ogden: The Strix-Witch, Cambridge University Press 2021.
  • Julio Caro Baroja: Las brujas y su mundo, 1961.

Einordnung

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